Wissen schafft Heilung.

 

Forschungsthemen

Beim Tissue Engineering (Geweberegeneration) werden wir mittels eines Konzepts aus Stammzellen vom Patienten selbst, Gerüstmaterial und Wachstumsfaktoren (Faktoren, die die Zellen in eine bestimmte Richtung führen) versuchen, Gewebe wieder herzustellen, die beim Patienten (Polytrauma oder mit einem isolierten Trauma) verletzt wurden. Es handelt sich hierbei hauptsächlich um Knochen, Knorpel und Bänder/Sehnen. Durch die Benutzung von Patienten eigenem Gewebe, wird die Gefahr der Abstoßung deutlich verringert. Die Wachstumsfaktoren sollten am genauen Zeitpunkt und in der richtigen Reihenfolge vorhanden sein. Zuletzt sollte das Gerüstmaterial ähnliche Eigenschaften wie das Gewebe in das es transplantiert wird besitzen. So muss es für Knochen hart sein und für Bänder eine bestimmte Elastizität besitzen. Diese Materialien müssen vom Körper umgebaut werden können, aber auch hier ist die zeitliche Abfolge sehr wichtig. Zu guter Letzt müssen die Gewebe auch mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden. Hierfür ist eine adäquate Blutversorgung unumgänglich.

Im Bereich der entzündlichen und septischen Komplikationen spielt das Abwehrsystem eine große Rolle. Wir werden versuchen, die wichtigsten Faktoren für die Diagnosestellung und Therapieüberwachung zusammenzuführen, so dass eine individuelle und patientengerechte, zielführende Therapie möglich sein wird. Wir versuchen ein komplettes Paket zu verwirklichen in das alle Aspekte einfließen: die Bildgebung (wie z.B. Computertomographie), das Abwehrsystem, sowie die Therapie. Zusätzlich kann bei einem geschwächten Abwehrsystem eine Infektion und im schlimmsten Fall eine Sepsis auftreten. Wir möchten dies schnellstmöglich erkennen und bekämpfen. Die Behandlung stützt sich auf das Eliminieren der Eindringlinge als auch auf die Erhaltung der Organfunktionen.

Experimentelle Forschung

Im Bereich der experimentellen Forschung werden mit labortechnischen Methoden neue diagnostische und therapeutische Maßnahmen untersucht. In der Unfallchirurgie beschäftigen wir uns mit einem breiten Spektrum möglicher Unfallfolgen, wie zum Beispiel Frakturen, innere Blutungen, Blutungsschock, Schädel-Hirn-Trauma, septische Komplikationen, Organversagen usw. In diesen Bereichen versuchen wir einerseits mittels neuartiger Biomarker eine bessere und schnellere Vorhersage des Krankheitsverlaufs machen zu können und andererseits die bestehenden Therapien zu verbessern. Die Kernthemen der experimentellen Forschung in der Unfallchirurgie sind:

 

Klinische Forschung

Die klinische Forschung beschäftigt sich mit ähnlichen Fragestellungen wie die experimentelle Forschung. Der Unterschied besteht darin, dass hier entweder Patientenmaterial benutzt wird, oder klinische Studien mit neuartigen diagnostischen oder therapeutischen Maßnahmen direkt am Patienten durchgeführt werden.
Darüberhinaus werden auch wissenschaftliche Auswertungen des TraumaRegisters® der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) durchgeführt (www.traumaregister.de)

Die Schwerpunkte der Klinik für Unfallchirurgie sind dabei:

  • Polytrauma
  • Extremitäten

 

Für eine Übersicht über aktuelle Projekte in den oben genannten Bereichen kontaktieren Sie bitte Herrn Fritz Seidl, Forschung / Lehre (Tel.: 089/4140 - 7527; Email: Fritz.Seidl(at)tum.de).