Wissen schafft Heilung.

 

Klinikleitung

Seit dem 1. April 2011 leitet Univ.-Prof. Dr. Peter Biberthaler die Klinik und Poliklinik für Unfallchirurgie am Klinikum rechts der Isar in München.

Prof. Biberthaler war seit 2007 geschäftsführender Oberarzt der unfallchirurgischen Abteilung der Chirurgischen Klinik-Innenstadt und seit 2009 als geschäftsführender Oberarzt der gesamten chirurgischen Klinik-Innenstadt der LMU-München tätig. Seine klinischen Schwerpunkte lagen dort im Bereich der Schwerstverletztenversorgung (Polytrauma, Notfallmedizin) sowie in der Versorgung von Verletzungen der oberen Extremitäten.

Nach seinem Medizin-Studium an der Ludwigs-Maximilians-Universität München und Auslandsaufenthalten in den USA und Brasilien begann der gebürtige Landsberger 1996 an der Chirurgischen Klinik-Innenstadt unter Prof. Schweiberer seine Ausbildung zunächst zum Chirurgen. Nach dem Facharzt für Chirurgie im Jahr 2003 erfolgte die Spezialisierung auf dem Gebiet der Unfallchirurgie (2006 Schwerpunkt Unfallchirurgie). 2007 rundete der neue gemeinsame Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie die Ausbildung ab.

Die wissenschaftlichen Aktivitäten von Prof. Biberthaler fokussierten sich bislang auf Themenbereiche an den Schnittstellen zu seinen klinischen Schwerpunkten. So erfolgten auf dem Gebiet der Polytraumaforschung Kooperationsprojekte mit international renommierten Universitäten wie der University of Florida in Gainesville oder der University of Rochester in New York, in deren Zusammenhang neue wegweisende Erkenntnisse zur Ausbildung posttraumatischer Organfunktionsstörungen gewonnen werden konnten. Diese Arbeiten wurden 2004 mit dem Otto-Goetze-Preis der Vereinigung der Bayerischen Chirurgen und 2005 mit dem Educational Award der US Shock Society ausgezeichnet. Im Bereich der Notfallmedizin erfolgten multizentrische Studien zum Nachweis eines neuartigen Markers nach Schädel-Hirn-Trauma, welche 2006 mit dem Herbert-Lauterbach-Preis der Vereinigung Berufsgenossenschaftlicher Kliniken Deutschlands gewürdigt wurden. Die wissenschaftlichen Untersuchungen aus dem Themengebiet der oberen Extremitäten konzentrierten sich auf Verletzungen der Rotatorenmanschette und erhielten 2002 den Innovationspreis der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie. Für die Versorgung komplexer Oberarmkopfbrüche hat Prof. Biberthaler mehrere neuartige operative Verfahren entwickelt.

Prof. Biberthaler ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie und dort Vorsitzender des Grundsatzausschusses. Darüber hinaus gehört er der American Academy of Orthopaedic Surgeons (AAOS) sowie der Société Internationale de Chirurgie Orthopédique et de Traumatologie (SICOT) an. Seit 2008 ist er der Präsident der ARTOF (Association for the Rational Treatment Of Fractures), einer britischen non-profit Traumagesellschaft. Weiterhin ist er Präsidiumsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Endoprothetik (AE). Herr Prof. Biberthaler ist Co-Editor der Zeitschrift „Der Unfallchirurg“ seit 2003, Redakteur für die Rubrik „Technische Innovationen“ und seit 2010 im Wissenschaftlichen Beirat der Zeitschrift. Er ist Mitherausgeber der Zeitschrift „European Orthopaedics and Traumatology“ und Gutachter zahlreicher wissenschaftlicher Zeitschriften auf dem Gebiet der Unfallchirurgie.

Univ.-Prof. Dr. Peter Biberthaler vertritt den W3-Lehrstuhl für Unfallchirurgie an der Technischen Universität München.