Wissen schafft Heilung.

 

Practical Skills in Trauma Surgery

Im Wintersemester 13/14 startete unter der Leitung von Dr. Patrick Delhey und Prof. Dr. Chlodwig Kirchhoff der Kurs „Practical Skills in Trauma Surgery“. Ziel der beiden Dozenten bei der Gestaltung des Curriculums ist es, den Facettenreichtum der Unfallchirurgie, von der Notfallversorgung Polytraumatisierter im Schockraum bis hin zur rekonstruktiven Osteosynthese gelenkbeteiligender Frakturen aufzuzeigen.

C. Kirchhoff: „Die Unfallchirurgie leidet im deutschsprachigen Raum an einem signifikanten Nachwuchsproblem. Vermutlich liegt dies auch daran, dass in den aktuellen Lehrplänen nicht wirklich Platz gegeben wird, Faszination für unser Fachgebiet zu wecken. Daher danken wir Herrn Professor Pascal Berberat, für die einzigartige Möglichkeit, unser Konzept umsetzen zu dürfen.“

Zielgruppe des Kurses sind Studenten im klinischen Abschnitt, die sich für das Gebiet der Notfallmedizin und Unfallchirurgie begeistern. Was den Kurs entscheidend von den üblichen Seminaren abhebt, ist der bewußt klein gewählte Rahmen. Das Konzept der „kleinen Gruppe“ mit maximal 15 Teilnehmern ermöglicht eine hocheffektive Arbeitsatmosphäre und eine intensive Diskussion. Nachteil der kleinen Teilnehmerzahl ist jedoch, daß die Kursplätze binnen Rekordzeit ab Öffnung der Online-Anmeldung ausgebucht waren.

P. Delhey: „Da es sich ja um einen freiwilligen Zusatzkurs handelt, waren wir ob des großen Interesses vollkommen überrascht. Da der Kurs eine familiäre Atmosphäre haben und einen intensiven Dialog mit den Studenten erlauben sollte, konnten wir den zahlreichen zusätzlichen Anfragen nicht nachgeben und mussten die Studenten auf das nächste Semester vertrösten“.

Das Curriculum des Kurses ist abwechselnd gegliedert in theoretische und praktische Blöcke. So werden am ersten Tag die Grundlagen des ATLS (Advanced Trauma Life Support) besprochen. Im darauf folgenden praktischen Block werden im Schockraum realitätsnahe Übungen durchgespielt. Im Osteosyntheseteil stehen Sawbones zur Verfügung und die Studenten können selbstständig tätig werden und mit Bohrern, Gewindeschneidern etc. Osteosynthesen durchführen. Die Betreuung erfolgt durch zwei Funktionsoberärzte der Unfallchirurgie.

Nach Abschluss des ersten Kurses war das Echo überragend. Kommentare wie „die Dozenten steckten uns regelrecht an mit ihrer Begeisterung für ihr Fach“ oder „Unfallchirurgie macht anscheinend so viel Spaß dass ich das nächste Praktikum in der Notaufnahme machen werde", ermutigen die Dozenten, den Kurs auch in den kommenden Jahren anzubieten.

Ganz besonders bedanken wir uns bei Herrn Professor Pascal Berberat und der Medizinischen Fakultät der Technischen Universität und freuen uns schon jetzt auf „Practical Skills in Trauma Surgery“ in den kommenden Sommersemestern.

Interessierte Studenten können sich bei mediTUM für "Practical Skills in Trauma Surgery" anmelden, solange noch Plätze im Kurs verfügbar sind.