Wiederherstellungs- und Infektchirurgie

Sterilität

 


Typische Verletzungsarten, Krankheitsbilder und Behandlungsformen:

  • Beinverlängerung
  • Knochenmarksinfekte
  • Frakturen mit großem Knochenverlust
  • Falschgelenke (Pseudarthrosen)
  • Neuartige Implantate (Scaffolds)
  • Achsenfehlstellungen
  • Biologische Wirkstoffe (z.B. Wachstumsfaktoren)
  • Nekrotisierende Fasziitis
  • Knocheninfektionen
  • Gelenksinfektionen (alle Gelenke)                                                                                      

Die enormen Fortschritte in der Versorgung unfallverletzter Patienten ermöglichen immer häufiger ein Überleben auch schwerster Verletzungsmuster. Um unseren Patienten die Rückkehr in ein eigenständiges Leben zu ermöglichen, sind neben der umgehenden intensivmedizinischen Behandlung und einer zeitnahen Frakturversorgung in zunehmendem Maße auch Rekonstruktive Eingriffe erforderlich.

Die Rekonstruktive Chirurgie (Wiederherstellungschirurgie) befasst sich vornehmlich mit der Wiederherstellung ausgedehnter Knochen- und Weichteildefekte, der Korrektur verbliebener Verkürzungen oder Deformitäten der Gliedmaßen als auch der fachgerechten Therapie bei ausbleibender Knochenheilung (Pseudarthrosen). Einen weiteren Schwerpunkt stellt die Sanierung von Infektionen des Knochens, der sog. Osteomyelitis, dar.

Aufgrund der hohen Komplexität der unterschiedlichen Verletzungsfolgen ist für jeden Patienten eine individuell angepasste Behandlungsstrategie erforderlich. So kommen in Abhängigkeit von Art und Ausmaß des Defektes bei der Behandlung von Knochendefekten regelmäßig die Verpflanzung Patienteneigenen Knochens, die Anwendung unterschiedlicher synthetischer Knochenersatzmaterialien als auch die verschiedenen Techniken der sogenannten Distraktionsosteogenese zum Einsatz.

Die Korrekturmöglichkeiten komplexer Beindeformitäten sind heutzutage so weit entwickelt, dass unter Verwendung hochmoderner Implantate, speziellem Instrumentarium und einem spezialisierten Expertenteam differenzierte, auch minimal-invasive Behandlungskonzepte zu dem Ziel einer natürlichen Beingeometrie führen.

Auf dem Gebiet der Knochenheilungsstörung (Pseudarthrosen) kann in vielen Fällen, auch nach mehrjährigem Verlauf, eine Heilung erreicht werden. Nach eingehender Analyse kommen für die Behandlung nicht operative als auch operative Verfahren in Betracht. Hierbei finden gepulster Ultraschall und Stoßwellentherapie, vorrangig aber auch moderne Osteosynthesetechniken, ggf. in Kombination mit Knochenverpflanzungen und/ oder Zusatz von Wachstumsfaktoren (BMPs), Anwendung. Durch einen stetigen Wissenszuwachs im Bereich der Biologie der Knochenheilung haben sich in diesem Bereich die Behandlungsmöglichkeiten in erheblichem Umfang verbessert.

 

Zunehmend an Bedeutung gewinnt die septische Chirurgie (Infektchirurgie). Infektionen des Knochens stellen aufgrund ihrer besonderen Biologie eine therapeutische Herausforderung dar. Zunächst bedarf es einer eingehenden und umfassenden Diagnostik. In Zusammenarbeit mit unseren Partnern der Klinik für klinische Radiologie, klinische Mikrobiologie und der Klinik für plastische Chirurgie werden darauf basierend Behandlungsstrategien erarbeitet, um eine Sanierung des Infektes zu ermöglichen.

In der Klinik für Unfallchirurgie widmet sich ein erfahrenes Team aus spezialisierten Ärzten den Herausforderungen der rekonstruktiven und septischen Chirurgie. Nicht zuletzt basiert der Erfolg jedoch auf einer steten, intensiven und engen Zusammenarbeit mit den Kollegen weiterer, oben genannter Fachdisziplinen. Ein großer Beitrag wird ebenfalls durch die engagierte wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet der Knochenregeneration und Knochenneubildung geleistet.

→ Experimentelle Unfallchirurgie - PD Dr. med. Marc Hanschen

 


Ihr Ansprechpartner

PD Dr. med. Marc Hanschen
  Geschäftsführender Oberarzt


 

Wie erreichen Sie uns

Terminvereinbarungen sind jederzeit unter der Telefonnummer 089/4140 - 2160 möglich.

Wo finden Sie uns

Die Sprechstundenräume befinden sich im Erdgeschoß im Gebäude Bau 501 und sind entsprechend ausgeschildert.

Was ist noch wichtig

Wir bitten sie uns zur Untersuchung bereits vorhandene Befunde (Laboruntersuchungen, mikrobiologische Befunde) und radiologische Aufnahmen (Röntgen, CT, MRT) mitzubringen. Dies erleichtert uns die Arbeit und spart Ihnen Zeit, da unnötige Doppeluntersuchungen vermieden werden. Wir bemühen uns, Ihnen im Patientengespräch das Krankheitsbild oder auch die anstehende Operation ausführlich zu erklären und würden uns über Ihren Besuch bei uns freuen.